Iron Dome, 2010
Eisenguss, Ex. 2/2, 46-teilig,
Installation: H 209 cm x B 630 cm x T 630 cm
Leihgabe der Galerie Scheffel
Standort: Gustavsgarten
Der Gustavsgarten – der einzige erhaltene der einst sechs Prinzengärten in Bad Homburg – wurde im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt, in denen bewusst komponierte Sichtachsen sowie künstlerische oder architektonische Blickpunkte in der naturnah gestalteten Landschaft eine große Rolle spielten. Im Einklang mit diesem historischen Gartenkonzept sind heute zeitgenössische Skulpturen sorgsam im Park platziert und treten in Dialog mit der Natur.
Einen markanten Akzent setzt David Nashs Installation „Iron Dome“. Sie besteht aus 46 gusseisernen Elementen unterschiedlicher Größe, die mit ihren unregelmäßigen, kantigen Oberflächen und massiven Volumen an natürliche Formationen erinnern, an konische Felsen oder Klippen. Diese sind in vier konzentrischen Kreisen mit nach außen abfallender Höhe angeordnet, sodass ihre Spitzen die Kontur eines Bogens bilden. So verdichten sich die Elemente zu einer kuppelförmigen Gesamtstruktur, die durch die sichtbaren Zwischenräume dennoch offen und leicht wirkt.
Die in Nashs Werk wiederkehrende Form des „dome“ ist von sanften, konvexen Wölbungen in der Natur inspiriert, wie bei Baumkronen oder Bergausläufern. Der „Iron Dome“ erscheint zugleich wie eine verdichtete Gruppe turmartiger Gesteinsformationen in einer Karstlandschaft. Die kreisförmige Anordnung der bizarren Steinsäulen kann zudem Assoziationen an Rundtempel oder archaische Kultorte wecken und knüpft als Blickpunkt im Gustavsgarten damit zugleich an die Tradition tempelartiger Bauwerke in englischen Landschaftsgärten an.