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Das Versatzstück | © Magistrat der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe
Skulptur

Das Versatzstück

Versatzstück, 1969/2001
Beton, farbig gefasst, Baum, Ex. 1/5,
H 250 cm x B 275 cm x T 275 cm
Ausgestellt in “Blickachsen 3“ (2001)
Erworben 2001 mit
  • Barrierefrei

Versatzstück, 1969/2001
Beton, farbig gefasst, Baum, Ex. 1/5,
H 250 cm x B 275 cm x T 275 cm
Ausgestellt in “Blickachsen 3“ (2001)
Erworben 2001 mit einer Teilschenkung der Basler
Versicherungen und der Bethmann Bank

Standort: Hessenring

In den verschiedensten Medien hinterfragt Timm Ulrichs spielerisch unsere Sehgewohnheiten, Vorstellungen und Sprache. Mit Wortwitz, überraschenden Umdeutungen und konzeptuellen Pointen bringt er vermeintliche Gewissheiten ins Wanken und schärft unsere Wahrnehmung. Die Arbeit „Versatzstück“ am Ortseingang von Bad Homburg setzt seine 1969 entwickelte Idee eines vermeintlich versetzbaren Baumes konkret um: Den Stamm einer mächtigen, fest verwurzelten Platane umgibt ein 2,5 Meter hohes Objekt aus sechs Betonteilen, das mit seinem ziegelroten Anstrich wie ein überdimensionierter Tontopf wirkt. Durch die künstlerische Intervention erscheint der Baum wie eine riesige Topfpflanze, die man jederzeit an einen anderen Platz stellen könnte – wie ein mobiles Gestaltungselement auf der Bühne der Stadtlandschaft. Der Titelbegriff „Versatzstück“ bezeichnet ursprünglich ein leicht zu bewegendes, flexibel einsetzbares Teil einer Theaterkulisse. Ulrichs‘ „Versatzstück“ wird so zu einem prägnanten und – durch den extremen Maßstabssprung – zugleich absurd-witzigen Sinnbild für das Spannungsverhältnis von Natur und Kultur: Während der Baum für ungebändigtes Wachstum steht, symbolisiert der Betontopf den menschlichen Versuch, die Natur zu domestizieren und zu formen

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