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Parkpflege und Projekte

Parkpflege und Projekte

Die Ziele des Parkpflegwerkes werden schrittweise verwirklicht. Dies erfolgt im Rahmen der täglichen gärtnerischen Arbeiten sowie in Form besonderer Projekte.

Parkpflege und aktuelle Projekte nach oben

Viele Aspekte des Parkpflegewerkes können im Rahmen der regelmäßigen Pflege- und Unterhaltungsarbeiten umgesetzt werden. Dabei sind die Aussagen zur Entwicklung des Baumbestandes und der Vegetationsflächen von besonderer Bedeutung. Die Belange des Naturschutzes sind stets berücksichtigt. Sie bestimmen auch die Pflege der beiden gemäß Naturschutzrecht geschützten Biotope – der Brunnenallee und des Bachlaufes in der Grünfläche Taunus Therme. Den alten Baumbestand, in dessen Höhlen Vögel brüten und Fledermäuse ihre Jungen großziehen, sichern regelmäßige Erhaltungsmaßnahmen. Die Pflege der Parkwiesen erfolgt nach einem Konzept, dass die Artenvielfalt an Gräsern und Frühlingsblühern fördert. Neben diesen kontinuierlichen Arbeiten werden Ziele des Parkpflegewerkes, die Baumaßnahmen beinhalten, im Rahmen zeitlich und räumlich begrenzter Projekte umgesetzt. Über die Aussagen des Parkpflegewerkes hinaus ist für diese Projekte eine detaillierte Entwurfs- und Ausführungsplanung erforderlich, die von den entsprechenden Fachämtern zu genehmigen ist.

Schmuckbeete nach oben

Neben weiten Wiesenräumen, elegant geschwungenen Wegen und prächtigen Solitärbäumen waren die Anlagen von Peter-Joseph Lenné auch geprägt von dekorativen Schmuckpflanzungen. Für den Kurpark in Homburg entwarf Lenné als formalen von Blumen und Blattpflanzen gezierten Sondergarten den Schmuckplatz an der Kaiser-Friedrich-Promenade. Dessen detaillierte Innengestaltung erfolgte jedoch erst unter der Firma Gebrüder Siesmayer.

Die Frankfurter Gartenbaufirma pflegte, entwickelte und erweiterte den Homburger Kurpark in den Jahren von 1881 bis 1930 und prägte in dieser Zeit vor allem den Bereich rund um die Brunnenallee. Schmuckpartien, meist in Bezug zu bestehenden oder neuen Gebäuden und Brunnenanlagen, wurden nach Plänen von Philipp Siesmayer (1862- 1935) neu angelegt und bepflanzt. Die Ära der Firma Siesmayer wird daher im Parkpflegewerk als Leitlinie für die heutige Bepflanzung der meisten Schmuckbeete definiert.

Für den Schmuckplatz an der Kaiser-Friedrich-Promenade existieren noch Bepflanzungspläne von Philipp Siesmayer, die zu Beginn des 20. Jhd. in damals einschlägigen Gartenzeitschriften und Büchern veröffentlicht worden waren. Für andere Schmuckbeete gibt es keine Originalpläne mehr. Pläne aus anderen von Siesmayer gestalteten Anlagen sowie der Pflanzenkatalog der Firma Gebrüder Siesmayer von 1899/90 geben aber reichhaltige Anhaltspunkte für eine Gestaltung im Sinne der Leitlinie des Parkpflegewerks. Seit 2015 werden einzelne Schmuckbeete im Bad Homburger Kurpark auf der Grundlage dieser Quellen neu bepflanzt. Besonders hervorzuheben sind die beiden Teppichbeete vor der Russischen Kirche und auf dem Schmuckplatz an der Kaiser-Friedrich-Promenade. Aber auch im Kurhausgarten, im Bereich des Elisabethenbrunnens und bei der Spielbank werden die Beete heute in Anlehnung an Philipp Siesmayer bepflanzt.

Besucherinformations- und Leitsystem nach oben

Der Kurpark der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe ist mit 47 Hektar einer der größten und schönsten in Deutschland. In ihm befinden sich sechs historische Gebäude, zehn Heilquellen, mehre Gastronomiebetriebe sowie Spiel- und Sportplätze. Besucher wollen diese Orte finden und auch etwas über den Park erfahren. Auch gibt es ein paar Regeln, die beachtet werden müssen.

Über die Jahre wurde eine große Anzahl sehr unterschiedlicher Schilder im Park aufgestellt: Informationstafeln, Wegweiser und sehr viele Verbots- und Gebotsschilder.

Das Parkpflegewerk für den Kurpark enthält daher die Empfehlung, ein neues Besucherinformations- und Leitsystem zu entwickeln. Beschilderung, Faltblätter und Broschüren sollen im einheitlichen Design gestaltet werden. In Abstimmung zwischen der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe, der Kur- und Kongreß-GmbH und der Denkmalschutzbehörde wurde ein solches Corporate Design erarbeitet und wird seit 2016 umgesetzt.

Informationstafeln

2016 wurden 15 neue Informationstafeln an den Eingängen von Kurpark, Kurhausgarten und Jubiläumspark aufgestellt.

Sie erläutern den Besuchern mit Bildern und kurzen Texten die Geschichte des Parks und informieren über die sechs Gartenkünstler, die den Park geschaffen haben. Ein Orientierungsplan zeigt die wichtigsten Gebäude und die vorhandene Infrastruktur, wie Restaurants, Toiletten und Spielplätze.

Wegweiser

Seit 2017 leiten Wegweiser die Besucher zu Zielen wie der Brunnenallee, Kaiser-Wilhelms-Bad oder der Thai Sala im Salzgrund, und zeigen den Weg zu Gastronomie oder Toiletten.

Parkordnung

2018 wurden die alten Verbots- und Gebotsschilder entfernt und durch einheitliche Tafeln zur Parkordnung ersetzt. Piktogramme zeigen nun den Besuchern, welche Regeln im Park gelten.

Brunnentafeln

Seit 2019 informieren neue Informationstafeln bei den 10 Brunnen der Heilquellen sowohl über die Zusammensetzung und Wirkung der Heilwässer als auch über die Geschichte der Quellen und der Brunnenbauten.

Kurparkführer

Von der Kur- und Kongreß-GmbH wurde 2018 ein neuer Kurpark Führer herausgegeben. Auch er ist im neuen einheitlichen Design gestaltet und bei der Tourist Info im Kurhaus erhältlich.

Schnittmaßnahmen an Eiben nach oben

Die Europäische Eibe - Taxus baccata - wurde im Kurpark vor allem in der Ära der Firma Siesmayer gepflanzt. Die Frankfurter Gartenbaufirma Gebrüder Siesmayer pflegte, entwickelte und erweiterte den Homburger Kurpark in der Zeit zwischen 1881 bis 1930. 1913/14 wurde nach den Plänen von Philipp Siesmayer der Kaiser Wilhelm II. – Jubiläumspark angelegt.

Mit den Eiben wurden immergrüne Akzente gesetzt, z.B. auf dem Schmuckplatz oder im Kurhausgarten. Auch in der Rahmenpflanzung um die große Wiese im Jubiläumspark wurden sie 1913 gepflanzt.

Eiben sind gut schnittverträglich, müssen aber fachgerecht geschnitten werden, damit sie in den Parkanlagen die gewünschte Wirkung erzielen. Da dies im Kurpark lange Jahre unterblieb, wuchsen die Eiben zu großen, überdimensionierten Bäumen heran. Die Zielplanung des Parkpflegewerks enthält daher die Vorgabe, die alten Eiben wieder fachgerecht zu schneiden.

Seit 2016 werden nach und nach Eiben im Park zurückgeschnitten: im Kurhausgarten, auf dem Schmuckplatz an der Kaiser-Friedrich-Promenade, im Umfeld des Elisabethenbrunnens und im Jubiläumspark. Bisher waren die Maßnahmen überwiegend erfolgreich.
Eiben Schmuckplatz Kaiser-Friedrich Promenade 2017

Die Umfriedung des Kurhausgartens nach oben

Mit der Wiederherstellung der Umfriedung an der Kaiser-Friedrich-Promenade im Frühjahr 2014 wurde das Erscheinungsbild des Kurhausgartens in diesem Bereich vervollständigt. Die als Teilstück erhaltene historische Umfriedung entstammt den Umgestaltungen des Kurhausgartens durch Philipp Siesmayer um 1912/13. Diese Fragmente wurden fachgerecht saniert und am originalen Standort wieder eingebaut. Gleichzeitig dienten sie als Muster für die Rekonstruktion der Zaunanlage beidseitig der 2012 wiederhergestellten doppelläufigen Treppenanlage.
Die neue Sockelmauer ist aus Miltenberger Sandstein gefertigt, der in Struktur und Farbton dem historischen Bestandsstein sehr ähnlich ist. Bei der Nachbildung des Eisenzaunes wurde auf ein Schmuckelement verzichtet, um Original und Rekonstruktion zu unterscheiden. Die Böschungen oberhalb der Umfriedung sind geprägt von großkronigen Bäumen. Beidseitig der Treppenanlage setzen einzelne immergrüne Eiben blickdichte Akzente. Eine flächige Unterpflanzung der grenznahen Bäume mit Efeu, Mahonie und Silberiger Goldnessel wird den Kurhausgarten in Zukunft als homogenen Rahmen einfassen.

Der Froschkönig-Teich nach oben

Der Teich südlich der Orangerie war bereits in den Planungen von Peter Josef Lenné 1857 und Ferdinand Jühlke 1867 enthalten. Die heutige rechteckige Form stammt aus den 1930er Jahren, erweiterte sich aber ursprünglich in unregelmäßiger Form nach Süden und wurde begrenzt durch Staudenpflanzungen und eine Felslandschaft, über die Wasser in den Teich lief. Der Teich war hier von einer Weide locker beschattet. Die Namen gebende Figur des Froschkönigs, ein Werk des Kronberger Bildhauers Fritz Best (1894 – 1980), kam 1937 in die Anlage.
© Stadt Bad Homburg v.d.Höhe

Im Frühjahr 2014 wurde die Gestaltung aus den 1930er Jahren gemäß der Zielplanung des Parkpflegewerks wieder hergestellt. Das historische Pflaster der südlichen Erweiterungsfläche konnte in den Teich einbezogen und der Wasserzulauf wieder aktiviert werden. Im Betonbecken wurde, in Anlehnung an die Originalsteine, Natursteinpflaster verlegt.

Die beidseitig des Teichbeckens nach historischem Vorbild errichteten Pergolen wurden bepflanzt und werden zu lauschigen Laubengängen zuwachsen. Vervollständigt wird das Ensemble mit dem Aufstellen von neuen Sitzbänken in den Nischen der Pergolen.

Die Treppenanlage am Kurhausgarten nach oben

Die Zielplanung für den Kurhausgarten sieht an der Grenze des Kurhausgartens zur Kaiser-Friedrich-Promenade eine Gestaltung in Anlehnung an die Situation um 1912/13 vor. Zu diesem Zeitpunkt waren die Umgestaltungen des Kurhausgartens durch Philipp Siesmayer abgeschlossen. Als die Granit-Treppenanlage aus den frühen 1980er Jahren aufgrund von Bauschäden eine Sanierung verlangte, bot sich die Gelegenheit für die Umsetzung dieser Ziele. So konnte 2012 die doppelläufige Treppenanlage mit zentralem Aussichtsbalkon erneuert werden. Die beiden vier Meter breiten Treppen sind aus rötlichem Miltenberger Sandstein gefertigt und werden von schlichten Geländern aus Flachstahl gesäumt. Gerahmt werden die Treppenläufe an den Außenseiten jeweils durch einen Pfeiler aus massiven Sandsteinblöcken. Die zentrale Maueranlage ist verputzt und umschließt einen vom Kurhausgarten zu betretenden Aussichtsplatz. Dieser ist von einer breiten Ligusterhecke gerahmt und mit Sitzbänken ausgestattet. Hier öffnet sich der Blick über die Promenade in die Tiefen des Lennéschen Landschaftsparks.

Der Konzertplatz an der Orangerie nach oben

Die Orangerie am Elisabethenbrunnen wurde 2011/12 umfassend saniert und als Restaurant/Café in Betrieb genommen. Leitbild war das Bauwerk des Architekten Louis Jacobi von 1908/09. Parallel wurde auch der benachbarte Musikpavillon an der Brunnenallee nach einem Entwurf Jacobis erneuert. Gleichzeitig konnten im nahen Umfeld dieser Bauten weitere Ziele des Parkpflegewerkes umgesetzt werden.
Mit dem Abriss der Orangerie-Anbauten aus den 1970er Jahren erfolgte die erneute Öffnung des Konzertplatzes nach Südwesten. Damit wurden die gestalterischen Zusammenhänge zwischen Brunnenallee, Konzertplatz und der den Golfplatz säumenden Lindenallee wiederhergestellt und durch die Neupflanzung eines Teilstücks dieser Allee betont. Das Mosaikpflaster der Brunnenallee wurde im Anschluss an den historischen Bestand von 1905/10 nach Süden bis an die Orangerie verlängert. Mit dem Homburger Wappen hat dieses Pflasterband nun nahe dem Elisabethenbrunnen wieder einen dekorativen Abschluss.

Der Schwanenteich nach oben

Der Schwanenteich konnte 2011 als malerisches Parkgewässer regeneriert werden. Der gestalterische Höhepunkt Anfang des 20. Jahrhunderts galt dabei als Zielzustand. Die Dichtigkeit in den Uferbereichen wurde in denkmalpflegerisch und ökologisch vertretbarer Bauweise mit Steinerde, Ton, Kokosmatten und Rasensoden wiederhergestellt. Die buchtenreiche historische Uferlinie wurde durch Aufschütten ehemaliger Landzungen nachgezeichnet. Unter der Rasennarbe verborgene Wegestücke und Sitzplätze konnten freigelegt und dem Rundweg um das Gewässer angeschlossen werden.
Reizvolle Sichtbeziehungen entstanden wieder durch den Wechsel offener Rasenufer mit dichteren Gehölzpflanzungen und Staudensäumen. Das Auslaufbauwerk musste aus Stahlbeton neu errichtet werden. Mit Taunusquarzit erfolgte eine Verkleidung des Bauwerks in Form der ursprünglichen Felsenszenerie. Die Teichfontäne erhebt sich heute wieder als gebündelter Strahl inmitten der Sichtachse zwischen dem Kurhaus und den Hängen des Hardtwaldes.

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